Die Idee/ the idea

English Version

Unter dem Motto Education Unfinished (Net)Works laden wir – Studenten/innen des MA Performance Studies der Universität Hamburg – junge Performer/innen, Tänzer/innen, Schauspieler/innen, Choreographen/innen, Bildende Künstler/innen und auch Performance Theoretiker/innen aus ganz Europa nach Hamburg ein, um Arbeiten oder Arbeitsmaterial zu präsentieren, unsere Ausbildungs- und Arbeitssituationen zu diskutieren und uns als junge Künstler kennenzulernen. Das Festival versteht sich als Plattform für den Austausch junger Künstler in Ausbildungskontexten, für Arbeitsmaterial, das geteilt und bearbeitet werden soll, und für Netzwerke im Entstehen.

Wir gestalten das Festival dabei vor allem für die eingeladenen Künstler. Deshalb arbeiten wir mit einer zweiteiligen Struktur: der Hauptteil des Festivals wird nicht-öffentlich stattfinden, um einen intimen praktisch-diskursiven Raum zu schaffen. Andererseits wollen wir punktuell – geplant sind abendliche Showings – den Inhalt des Festivals mit einer interessierten Öffentlichkeit teilen und so sichtbar machen.

EDUCATION.

Das Festival NAKTunfinished 2013 richtet sich an junge Student/innen und Absolvent/innen aus Studien der Performativen Künste und ihrem Umfeld. Es will vor allem einen interdisziplinären Raum außerhalb von festen Hochschulen, Stilen und Institutionen bieten um die eigene Situation und Position innerhalb des künstlerischen Felds der Performativen Künste und den ihm zugeordneten Ausbildungsinstitutionen zu reflektieren, zu überdenken und neu zu definieren.

Dabei zeigt ein erster Vektor wichtige Fragestellungen des Festivals auf: Wie sieht unsere Ausbildungssituation aus, durch welche Institutionen wird sie verkörpert und wie wollen wir uns innerhalb dieses institutionellen Geflechts positionieren? Welche eigenständigen Positionen können wir außerdem zu Fragen nach Ausbildung in den Künsten und in den Performativen Künsten im Besonderen entwickeln?

Einladungen werden u.a. an die folgenden Institutionen versandt: HFBK Hamburg, HZT Berlin, FU Berlin, LMU München, ATW und CuP Giessen, HfMDK Frankfurt, SNDO Amsterdam, École des Beaux-Arts Paris, SEAD Salzburg, HFBK Bern, Performance Making Goldsmith University London, DOCH Stockholm, Akademie der Bildende Künste Wien und weitere.

UNFINISHED.

Arbeitsmaterial für das Festival – als Material im besten Sinne des Wortes – sollen Stücke und Arbeiten sein, die noch unfertig oder in Arbeit sind, die neu bearbeitet oder die neu zur Diskussion und Disposition gestellt werden wollen und können. Unter dem Schlagwort UNFINISHED sind dabei sowohl Skizzen, Proben, Materialien, Versatzstücke, Auszüge, Imaginationen und Weiterverwertungen, als auch mehr oder weniger fertige, halb und fast fertige und überfertige und bereits ver-fertig(t)e Arbeiten willkommen.

Formate, um diese Arbeitsmaterialien miteinander zu teilen, können offene Proben, Showings, die Präsentation von Teilen und Auszügen von Stücken, Lecture Performances oder andere Formen oder Imaginationen der Beschreibung der Arbeiten in Entstehung sein.

Damit laden wir einerseits junge Künstler/innen ein, einander an ihren Arbeitsprozessen teilhaben zu lassen, wir bieten zudem eine Plattform für ein über den alltäglichen Rahmen hinaus erweitertes Feedback. Das Festival kreiert einen intimen Diskursraum, in dem Anregungen, Vorschläge und Kritik für eigene und fremde Arbeit freigesetzt werden und miteinander kommunizieren können.

Zugleich reflektiert das Festival damit auf praktische und theoretische Weise eine wichtigen Vektor der Kunstform selbst: die Bearbeitung, Zersetzung und Neu-Zusammensetzung fragmentierter und damit unabschließbarer Körperlichkeiten, Identitäten und Produkte in den Performativen Künsten im 21. Jahrhundert.

(NET)WORKS .

Als dritten Vektor unseres Festivals definieren wir die Vernetzung junger Künstler/innen und machen es so zum Motor und Bestandteil neuer, in der Entstehung begriffener Netzwerke in den Performativen Künsten.

In einem Umfeld, in dem immer mehr junge Künstler dazu gezwungen sind, sich ihre Arbeitsplätze nach der Ausbildung selbst zu schaffen, dient es einerseits als Ort des Austausches und der Verknüpfung und andererseits als Ort, die Produktions-, Arbeits- und Lebensweisen im Feld der Performativen Künste – d.h. projektbezogenes Arbeiten, hohe Anforderungen an räumliche und zeitliche Flexibilität und das allgegenwärtige Arbeiten in Netzwerken, sowohl auf der künstlerischen wie auf der Produktionsebene – zu reflektieren und zu kritisieren.

Der Gedanke von formellen und informellen Netzwerken wird reflektiert auch in der Organisation des Festivals: das Festival wird mit kleinem Budget von des Studenten/innen des MA Performance Studies selbst organisiert, die dafür zunächst sowohl auf ihre freundschaftlichen als auch auf professionelle Netzwerke zurückgreifen. Gleichzeitig stellt sich das Festival den Anspruch, auch auf theoretischer Ebene zu hinterfragen, auf welche Netzwerke wir  – als neue Generation von Künstlern – uns verlassen wollen, wie wir diese Netzwerke gestalten können und welche Qualitäten und Eigenschaften wir ihnen zuweisen.

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